Große Übung zur Aktionswoche 2025
Am 26. September 2025 war es wieder mal soweit!
Die Feuerwehr Schamelsberg richtete eine große Übung zur Aktionswoche 2025 aus. Ziel war es jedoch nicht nur, den Bürgerinnen und Bürgern die Feuerwehr Nahe zu bringen,
sondern vor allem auch, um unsere Erfahrung für einen möglichen Ernstfall bei einem Großbrand zu erhöhen, und Verbesserungen und Optimierungen schon im Vorfeld zu erörtern und umzusetzen.
Und natürlich ist dies auch immer der ideale Rahmen, um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedensten Blaulichtorganisationen (dazu später mehr) zu stärken!
Hier nun einige Fakten zu der Übung:
- Alarmierung: 26.09.2025 - 18:40 Uhr
- Alarmdurchsage: Brand Scheune/Hackschnitzelbunker; evtl. noch mehrere Personen im Gebäude
- Alarmstichwort: B4 Scheune/Landwirtschaft
- Ort: Schamelsberg 25 - Anwesen Meyer
Nachfolgend findest Du eine Übersicht der anwesenden Feuerwehren. Die alarmierten Einheiten wurden an die Alarmierungsvorgaben gemäß ABEK angelehnt. Aufgrund einiger paralleler Übungen mussten kleinere Anpassungen vorgenommen werden - aber der Umfang der Einheiten war wie bei einem entsprechenden Ernstfall angenommen.
- Feuerwehr Schamelsberg 43/1
- 9. Löschzug Seybothenreuth (Feuerwehr Seybothenreuth 11/1, 40/1)
- 28. Löschzug Ölschnitztal (Feuerwehr Neunkirchen 11/1, 42/1, Feuerwehr Birk 43/1, Feuerwehr Lehen 44/1)
- Feuerwehr Emtmannsberg 11/1, 46/1
- Feuerwehr Hauendorf 44/1
- Feuerwehr Bayreuth - Abt. Innere Abteilung 1/23/1
- Feuerwehr Bindlach - 14/1, 40/2, 30/1, 23/1
- Feuerwehr Creußen - 11/1, 23/1
- Feuerwehr Kirchenlaibach - 11/1
- Feuerwehr Tiefenthal - 14/1, 48/1
- Feuerwehr Seybothenreuth - 58/1
Und erstmalig für eine Übung der Schamelsberger Wehr, war bei dieser Übung auch der Rettungsdienst groß eingebunden. Neben der Tatsache, dass der Rettungsdienst auch im Ernstfall vor Ort wäre, ist es wichtig, auch diese Zusammenarbeit und den Umgang mit Verlezten zu trainieren.
- SKS Ambulanz RT BT 2/71/70 (RTW)
- SKS Ambulanz RT BT 2/11/1 (MZF)
- SKS Ambulanz RT BT 2/10/70 (Einsatzleitwagen)
- SKS Ambulanz RT THU 71/70 (RTW)
- SKS Ambulanz RT THU 72/70 (KTW)
Ohne eigenes Einsatzmittel, jedoch sehr gewinnbringend für diese Übung muss noch erwähnt werden, dass die RUND (Realistische Unfall- und Notfalldarstellung) der DLRG vor Ort war. Die Kolleginnen und Kollegen brachten eigene Verletztendarsteller mit und schminkten diese und auch einen Kollegen der Feuerwehr mit realitätsnahen Wunden und Verletzungen. Außerdem sind die "Verletzten" auf ein realisätsnahes Verhalten trainiert.
Und man kann schon mal sagen - auch wenn man weiß, dass diese Wunden künstlich sind, bewirkt dies, gepaart mit einer guten schauspielerischen Leistung, nochmal ein ganz anderes Übungsniveau und Stresslevel.
Zusammengefasst waren bei dieser Übung 12 Feuerwehren/Abteilungen mit 21 Fahrzeugen und 146 Einsatzkräften und 1 Rettungsdienst der SKS Ambulanz mit 5 Fahrzeugen und 14 Einsatzkräften im Einsatz.
Hinzu kommen noch die Verletztendarsteller, die RUND der DLRG und diverse Übungsbeobachter der Feuerwehr und des Rettungsdienstes.
Hier schon mal eine Luftaufnahme von Schamelsberg während der Übung:
Unten links: Einsatzstelle
Unten mitte: Einsatzleitung
Oben mitte: Wasserentnahme von einem Löschwasserbehälter
Oben rechts: Wasserentnahem vom roten Main
Und nachfolgend seht ihr eine der Ergebnisse der Zusammeanrbeit mit der RUND (Realistische Übungs- und Notfalldarstellung) - man fragt sich wirklich, "ist das noch Fiktiv oder schon Realität?"

Während der Übung wurde 2 Einsatzabschnitte gebildet:
- Brandbekämpfung
- Wasserförderung (Roter Main)
Ja, und was kann man nun als Ergebnis der Übung sagen?!
Es haben alle überlebt und der Brand konnte gelöscht werden! :-)
Nein, Spaß beiseite...
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Übung gut verlaufen ist und auch in einem Ernstfall zum Erfolg geführt hätte.
Die erste Chaosphase lief wie immer nicht ideal und aufgrund der Eigendynamik so einer Übung konnten nicht alle Details umgesetzt werden, wie evtl. geplant, oder was das Lehrbuch vorgeben würde.
Nach der Chaosphase hat sich jedoch eine gewisse Stabilität eingestellt und es wurde ruhig und sauber gearbeitet. Hier konnten auch noch ein paar spezielle Effekte wie ein Atemschutznotfall eingespielt werden.
Die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren untereinander und mit dem Rettungsdienst hat grundsätzlich gut funktioniert. Jedoch war schon zu spüren, dass die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst noch nicht perfekt ist, da man die Arbeitsweise des anderen nicht im Detail kennt - aber das war ja hoffentlich auch erst der Beginn einer guten Zusammenarbeit! Und wir als kleine Feuerwehr sind evtl. noch etwas zu zaghaft beim Umgang mit "Verletzten".
Und auch die Darstellung mit "professionelle" Verletzendarstellern hat seinen Vorzüge, auch wenn man es nicht direkt denkt - die Atemschutzträger waren deutlich mehr gefordert (mental und körperlich) als bei früheren Übungen und waren nach kurzer Zeit "durch".
Und mein Ziel ist auch erreicht - wir haben aufgezeigt was gut klappt, und wo wir noch optimieren können! Dies konnten wir im Nachgang noch gut heraus arbeiten.
Und wer uns Schamelsberger kennt, weiß, dass wir das auch in nächster Zeit angehen!
Unter diesen Gesichtspunkten lässt sich die Übung im Großen und Ganzen als erfolgreich bewerten.
Abschließend möchte ich, und die die Feuerwehr Schamelsberg uns nochmals bei allen anwesenden Feuerwehren, dem Rettungsdienst SKS Ambulanz, der RUND der DLRG, den Verletztendarsteller und den Eigentümern des Übungsobjektes bedanken, welche den Übungseinsatz sehr schnell und fachmännisch abgearbeitet haben und uns auch bei der Ausrichtung der Übung behilflich waren.
Und natürlich ebenfalls ein großer Dank an die anwesenden Führungskräfte für die konstruktive Einsatznachbesprechung. Denn nur dadurch ist es möglich, Verbesserungen in zukünftige Einsätze und Übungen einfließen zu lassen.
Und nun folgen noch einige Bilder der Aktionswochenübung 2025 - es lohnt sich, die Bilder vollständig anzuschauen:
Bildergalerie Aktionswochenübung
Copyright: Freiwillige Feuerwehr Schamelsberg e.V.